Sekundärschutzprüfung

Die meisten Schutzprüfungen, die wir durchführen, werden von dem Errichter oder Betreiber veranlasst, weil das zuständigen EVU einen entsprechenden Nachweis fordert. Insbesondere bei mittleren PV-Anlagen erleben wir häufig, dass der Netzschutz falsch oder gar nicht berücksichtigt wurde. 

Heutige Schutzsysteme werden zunehmend komplexer, fast jede Aufgabe ist mit einem modernen Schutzrelais realisierbar. Diese Vielfalt an Einstellmöglichkeiten hat aber auch Ihre Tücken. So werden häufig, grundlegende Einstellungen falsch gemacht oder schlichtweg vergessen. Eine detaillierte Sekundärschutzprüfung ist aus unserer Sicht für die Erstinbetriebnahme oder nach Änderungen, die das Schutzsystem beeinflussen können, obligatorisch. Hierzu gehört nicht nur die Überprüfung der Ansprechwerte, Abfallwerte, Kennlinien und Auslösezeiten, sondern auch die korrekte Meldung (z.B. an eine Leittechnik) und vor allem der gesamte Auslösekreis. 

Auch wiederkehrende Prüfungen sind sinnvoll. Immer wieder stellen wir bei Wiederholungsprüfungen Fehler oder Schwachstellen fest, die im Fehlerfall fatale Folgen haben können. Sofern moderne Digitalschutzrelais eingesetzt sind liegen diese meist in den verdrahteten Auslösekreisen bzw. den Auslösespulen selbst. 

 

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass Schutzprüfungen bei Inbetriebnahme oder bei besonderen Ereignissen (Umbau / Fehlerfall) zwingend erforderlich sind. Bei wiederkehrenden Prüfungen lohnt es sich, die eingesetzte Schutztechnik genau zu betrachten. Bei älteren mechanischen Geräten, kommt man um die volle Sekundärschutzprüfung aufgrund der eingesetzten Technik nicht herum. Hier stellen wir häufig Kennliniendrifts oder Verschiebungen von Auslösezeiten fest.

Unabhängig von der eingesetzten Schutztechnik sind die Auslösekreise in wiederkehrenden Abständen zu prüfen. 

Neben der eigentlichen Prüfung unterstützen wir Sie auch gerne bei der Kommunikation mit dem zuständigen EVU um z.B. Schutzkonzepte oder Einstellungen abzustimmen.